Michael Gerzabek
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„Alle Worte und alles Geschrei der Männer und Weiber [...] der ganze Lärm der Schlacht gefror damals. Jetzt, wo der harte Winter vorüber ist, taut das nun alles bei dem warmen, milden Wetter wieder auf und wird hörbar.” – „Bei Gott”, sagte Panurg, „ich glaube, so ist es. Aber könnten wir nicht etwas davon zu sehen kriegen?”
[...]
„Seht, seht”, sagte Pantagruel, „da sind noch einige nicht aufgetaut.” Damit warf er uns ein paar Hände voll gefrorner Worte aufs Deck. Sie sahen ganz wie buntgefärbte Zuckerkügelchen aus. Es waren rote, grüne, azurblaue, sandfarbene, auch vergoldete Worte, und nachdem wir sie wie Schnee in den Händen hatten auftauen lassen, vernahmen wir sie auch, verstanden aber nichts, denn sie waren alle aus einer barbarischen Sprache.
[...]
Ein paar kleine Zoten wollte ich in Öl aufbewahren wie Schnee und Eis zwischen
Stroh,
aber Pantagruel erlaubte es nicht. Er meinte, es wäre eine Torheit,
etwas aufbewahren
zu wollen, woran es einem nie mangle und was man immer zur
Hand hätte [...].
-- François Rabelais, Gargantua und Pantagruel